Die Heimatortsgemeinschaft der Oberwischauer e.V. trauert um Berta Olear
Wir von der Heimatortsgemeinschaft der Oberwischauer standen am 09.10.2009 tief erschüttert am Sarg unserer Landsmännin Berta Olear. Den Familienmitgliedern, Frau Ida Skurka, Mutter der Verstorbenen, Josef, Ehemann, und den Kindern Evelin und Kathrin, gilt in diesen schweren Tagen unser Mitgefühl.
Wir alle, Landsleute und Freunde, können und wollen es noch gar nicht begreifen, dass unsere Landsmännin und Vertraute so jung verstorben ist.
Viele Wischauer kannten Sie schon als kleines Mädchen mit blonden Löckchen, die die spielenden Kinder zunächst von ihrem Gangfenster beobachtete und danach mit ihnen aufgeweckt, einfallsreich und lebenslustig spielte.
Sie wuchs im Kreise ihrer Familie auf, von wo aus sie die Haushaltsführung miterlebte und dies auch in Ihrem späteren Leben anwendete und Ihr eigenes Heim genauso sauber und beharrlich pflegte.
Für Ihre Familie hat Sie sich sehr eingesetzt, viel gearbeitet und erreicht. Mit einem fleißigen, viel begabten Ehemann, zwei Kinder, zwei Enkelkinder, ein wunderbares Haus, mit gemütlichen Räumlichkeiten und schuldenfrei war der Höhepunkt des Familienglücks erreicht. Sie war eine Säule für die Familie, die von den verbliebenen Mitgliedern jetzt verstärkt übernommen werden muss.
Berta Olear hatte auch ihren Mann in den außerfamiliären Entscheidungen sehr unterstützt. So gründeten Sie im Jahre 2004 den Kreisverband Augsburg des Oberwischauer Vereins. Sie nahm gemeinsam mit ihrer Familie als Gründungsmitglied teil, übernahm Funktionen in dieser Gemeinschaft und gab diesem Verein Leben. Auch im Hauptverband hat Sie zwei Jahre lang als Evidenzleiterin gewirkt und im Kreisverband hat Sie die Kasse mit Tatkraft und Umsicht verwaltet. In der Kassenführung konnte man die Genauigkeit der Buchungen verfolgen. Sogar die Anschaffungen für den Verein wie die Bekleidungen zum Herodesspiel waren in einem gesonderten Ordner zur Einsicht bestens belegt. Selbst für Proben der Tanzgruppe und Sitzungen stellte Sie die Räumlichkeiten ihrer Wohnung zur Verfügung. Sogar der sportlichen Abteilung des Vereins gab Sie Hinweise, wie die Turniere besser organisiert werden könnten oder, falls etwas übersehen wurde, dies nachzuholen. Sie hat gemeinsam mit Ihrer Familie den Kreisverband zu seiner heutigen Bedeutung und Ansehen geführt. Als der Hauptverband in schwierigen Zeiten das Ideal, die Ziele aufgeben wollte, ermunterte Sie uns, „ihr dürft und sollt das Erreichte nicht aufgeben“. Sie machte uns Mut und war wie in der Familie so auch für den eingetragenen Verein eine „stützende Säule“.
Über Ihren gesundheitlichen Zustand haben wir wenig erfahren. Als wir von Ihrem Schicksal wussten, war es zu spät Ihr zu sagen, „gib das Erreichte nicht auf!“
Ihr Platz in der Familie und in unserer Gemeinschaft ist leer geworden, umso mehr spüren wir und wissen wir jetzt, wie viel Sie uns bedeutet hat, was wir an Ihr hatten und wofür sie - unverwechselbar und unersetzbar - einstand.
Wir alle sind erschüttert und traurig darüber, dass für Sie keine Zeit mehr blieb, all das zu realisieren, was Sie sich seit langem für die kommenden Jahre Ihres Lebens vorgenommen hatte, Ihre vielen Pläne und Ziele, Ihr gemeinsames Heim zu gestalten und zu pflegen, die Reisen, den Sport, Ihre Aktivität im Verein. Und keine Zeit mehr, die nachwachsende Generation zu begleiten, Ihre Enkelkinder, auf die sie sich so gefreut hatte und die Sie so glücklich machten, dies alles noch weiter zu erleben.
In den Stunden des Erinnerns sollten wir Ihr Tun als Ihr Vermächtnis verstehen und daraus Mut schöpfen für die Tage, Monate oder Jahre, die unserem eigenen Leben - womöglich - noch gegeben sind. Berta Olear war Ihrem Wesen nach eine "Mutmacherin" und eine „große Stütze“, „eine Säule“. Wir werden Sie über ihren Tod hinaus in unseren Erinnerungen in diesem Sinne behalten.
Ruhe in Frieden
Aus unserer Mitte verschied am 21. Mai 2008 im Alter von 60 Jahren unser Landsmann, Johann Traxler. Er hatte lange den Kreisver-band Singen der Heimatortsgemeinschaft der Oberwischauer e.V. geleitet und hat uns in dieser Zeit, treue und wertvolle Dienste geleistet.
Pfarrer Stefan Göller, der unsere Fahne weihte, starb am 17. August 2007 plötzlich und unerwartet.
Pfarrer Stefan Göller weihte im Jahre 2006 unsere Fahne. Als wir ihn baten, unsere Vereinsfahne zu weihen und den Festgottesdienst zu zelebrieren, bekamen wir gleich eine freundschaftliche und herzliche Zusage. In Gesprächen bewunderte er die Vorhaben und Ziele des Vereins, unser mitgebrachtes Brauchtum aus der ehemaligen Heimat weiter zu pflegen und der hiesigen Bevölkerung vorzuführen. Er betreute auch unsere Landsleute in der Pfarrei St. Canisius in Ingolstadt. Mit Dankbarkeit, freundschaftlicher Verbundenheit und tiefem menschlichen Respekt werden wir Oberwischauer Landsleute ihm immer ein ehrendes Gedenken bewahren. Wir danken ihm für seine Freundlichkeit und Verständnis, die er uns zeigte und bitten unsere Landsleute sowie alle Besucher dieser Internetseite um ihr Gebet.
Der Vereinsvorstand der Oberwischauer Heimatortsgemeinschaft e.V.